

“dieses blau ist für mich eine tiefe inspiration, seine leuchtende kraft durchflutet mich.”
peter kammer mucke
osthafenfestival.
atelierfrankfurt.
öffentliche ausstellung im juli 2026, schwedlerstraße, frankfurt am main.
im projektraum des atelierfrankfurt stellte peter kammer mucke installationen zu „monochrom blau – schaffenskraft - eitelkeit - geldgier?" aus. die arbeiten greifen durch die gegenüberstellung zweier künstlerischer konzepte und durch den rahmen überschreitende anordnung grundkonflikte der patentierung auf.
felix litschauer, medico international, sprach in einem kurzvortrag über patente im globalen gesundheitswesen.
hafenbecken bei nacht. © pkm, 2022.


monochrom blau.
monochrom blau ist für pkm eine leidenschaft: „wenn ich großflächig die farbe auftrage, geht mir so viel positives durch den kopf. dieses blau ist für mich eine tiefe inspiration, seine leuchtende kraft flutet mich.“
die emulsion ultramarinblau y3 von kt.color schweiz ist auf mit hanf bespannte holzkreise und -ringe aufgetragen. sie sind auf mit marmormehl geweißten stahlplatten variabel befestigt. die vierteilige installation "der kreis ist blau - monochrom I - IV" kontrastiert monochrom blau, das in dieser farbtiefe urspünglich von yves klein durch ein patent reglementiert wurde, mit der farb- und formensprache des bauhaus. das bauhaus stand in seiner weimarer zeit für kunst und produkte, die für alle gesellschaftlichen schichten verfügbar und nutzbar sind - volksbedarf statt luxusbedarf.
sind kunst, farbe, saatgut und impfstoffe öffentliche güter, die im sinne des bauhaus frei zugänglich für alle völker und bevölkerungsschichten sind? oder müssen güter und entwicklungen, die viel geld und mühe gekostet haben, im sinne von yves klein patentiert und somit deren nutzung reglementiert werden? pkm greift durch die gegenüberstellung zweier konzepte grundkonflikte der patentierung auf.
mit seiner neuesten installation "monochrom blau greift raum I - IV" thematisiert pkm den weitreichenden einfluss von patenten im gesellschaftlichen leben.
über pkm.
peter kammer mucke fordert gesellschaftlichen dialog. er ist ausgebildet als biologe, seine fachlichen schwerpunkte sind nachhaltige entwicklung sowie risikoanalyse. bis 2022 war er in leitender funktion in der internationalen zusammenarbeit und katastrophenhilfe tätig, dabei war er auch verantwortlich für den jährlich erscheinenden weltrisikobericht. für den naturschutzbund deutschland ist er aufgrund seiner beruflichen erfahrung pro bono im kuratorium engagiert.
in einem künstlerhaushalt aufgewachsen und visuell geprägt, entwickelte pkm einen ausgeprägten sinn für farben und formen. er begann, für gesellschaftlich relevante diskurse neue ausdrucksformen zu suchen. in der konzeptkunst fand er einen weg, kontroverse themen in den vordergrund zu stellen und zur vertieften beschäftigung anzuregen. die künstlerische ausarbeitung ist für ihn ein fortwährender prozess des suchens, hinterfragens und überarbeitens.

arbeitsorte.

de - charitéstraße
berlin
se - jämjö torp
karlskrona
weitere arbeiten.
sichtenwende.
feste grundsätze beginnen zu wanken, sicher geglaubter boden geht verloren. politische werte und gesellschaftlicher zusammenhalt werden in ehemals stabilen demokratien in gravierendem ausmaß in frage gestellt. in deutschland mehren sich die anzeichen hierfür ebenfalls - zeitenwende.

sichtenwende V - VII, präsentation im da-kunsthaus gravenhorst. © pkm, 2026.
in ink-print-technik auf fein gewebter baumwolle verfremdete böden und oberflächen sind in „sichtenwende“ sinnbild für die neue, veränderte welt- und werteordnung. die fotodrucke basieren auf den originalaufnahmen. sie sind ohne ki und ohne fototechnische bearbeitung entstanden. für die betrachtenden bieten sie neue, selbst zu entdeckende perspektiven ohne die vormalige fläche erkennen zu lassen.